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Spielanleitung

 

Texas Hold’em ist der Vater aller Pokerspiele. Falls Sie neu dabei sein sollten, können Sie sich weiter unten einfach eine Spielanleitung sowie einfache Strategien, Handbewertungen, und die verschiedenen Pokerbegriffe erklären lassen.

Das Spielziel
Texas Hold’em ist ein rasantes 7-Karten-Spiel, welches die heutzutage populärste und aufregendste Art des Pokerns ist. Sollten Sie jemals einem Pokerspiel im Fernsehen zugesehen haben, dann sind die Chancen sehr hoch das Texas Hold’em gespielt wurde. Das wichtigste Ziel des Spieles ist es, die Beste Fünf-Kartenhand zu bekommen, und zwar mit Hilfe der zwei verdeckten Karten die Ihnen zugedealt worden sind, und den Fünf Community (Gemeinschafts) Karten die offen in die Mitte des Tisches gedealt werden..

Der Dealer-Button
Bei jedem Spiel bekommt ein Spieler den Dealer-Button (eine kleine Scheibe welche mit dem Buchstaben D gekennzeichnet ist). Die Position des Dealers (Kartengebers) ist dabei sehr wichtig, da die beiden Spieler zu der linken Seite des Dealers die Blinds setzen. Der Dealer-Button wandert nach jeder Runde zum Spieler links des Dealers, so dass jeder als Dealer agieren darf und jeder Blinds setzen muss.

Blinds
Der Spieler zur linken des Dealers setzt den Small Blind, und der Spieler zu seiner linken setzt den Big Blind. Die Blinds werden in den Pot gesetzt um das Spiel anzukurbeln und den Spielern einen Anreiz zu geben der Runde beizutreten. Sie sind auch dafür da das der Gewinner der Runde niemals mit leeren Händen dastehen muss.

Die Größe der Blinds ist abhängig vom Einsatz des Tisches an dem Sie spielen. Der Small Blind ist üblicherweise halb so groß wie der Mindesteinsatz des Spiels, während der Big Blind üblicherweise genau dem Wert des Mindesteinsatzes entspricht. Ein Beispiel: Wenn Sie an einem $2/$4 Tisch spielen, wird der Wert des Small Blind $1, und der Wert des Big Blind $2 betragen.

Die Erste Setzrunde
Sobald die Blinds gesetzt worden sind, wird es Zeit für die Karten. Vom Dealer im Uhrzeigersinn ausgehend erhält jeder Spieler zwei verdeckte Karten welche nur die jeweiligen Empfänger zu Gesicht bekommen dürfen. Diese Karten werden auch Pocket- oder Hole Cards genannt. Jetzt wird es endlich Zeit für die Wetteinsätze.

Der Einsatz
An diesem Punkt wettet jeder Spieler auf die mögliche Hand zu welcher die Pocket Cards führen könnten. Der Spieler links vom Big Blind beginnt die Setzrunde. Für diese Setzrunde hat jeder Spieler drei mögliche Aktionen zur Verfügung: Folden (aussteigen), Raisen (erhöhen), oder Callen (mitgehen in der Höhe des Big Blind). Da die Spieler, die die Blinds gesetzt haben, die Setzrunde eröffnet haben, muss jeder Spieler zumindest diesen Einsatz mitgehen, und das checken ist noch nicht gegeben.

Der Einsatz geht im Uhrzeigersinn um den Tisch herum bis jeder Spieler mitgegangen, ausgestiegen, oder erhöht hat. Sollte niemand den Einsatz erhöht haben bis der Spieler, welcher den Big Blind gesetzt hat wieder an der Reihe ist, dann darf dieser Spieler seinen Blind checken und Folden oder Raisen. Die erste Einsatzrunde benutzt den niedrigen Mindesteinsatz, also darf in einem $2/$4 Spiel jeder Raise $2 betragen. Sobald die Setzrunde beendet ist, wird es Zeit für den Flop. Eine kurze Bemerkung bevor Sie weiterlesen: Die Einsätze können nicht endlos weitergehen, da ein Standarteinsatz und drei Raises Modelle vorgegeben sind. Daher kann es für jede Setzrunde nur einen Erstseinsatz und nicht mehr als drei Raises geben. Nach dem dritten Raise wird der Einsatz gecapped.


Der Flop
Nachdem die erste Setzrunde beendet wurde, wird es Zeit für den Flop (jetzt wird es interessant). Beim Flop werden drei offene Karten vom Dealer in die Mitte des Tisches gelegt, und jeder Spieler kann diese Karten benutzen um seine Hand auszubauen. Die Tischmitte wird auch Board genannt.

Nun wird eine weitere Setzrunde gespielt, und wieder mit dem Mindesteinsatz. Diesmal startet der Spieler links des Dealers mit dem Einsatz, ungeachtet dessen ob der Dealer noch eine aktive Hand hat oder nicht. Der Spieler links vom Dealer behält die Anfangsinitiative für den Rest der Setzrunde. Mit Ausnahme dieser Änderung bleibt der Ablauf der Setzrunde genauso wie die vorherige Setzrunde.

Die Turn Card
Sobald die Setzrunde beendet ist, wird es Zeit eine weitere Karte offen auf den Tisch zu legen. Diese vierte Karte wird Turn Card genannt, und kann auch von den Spielern benutzt werden um die eigene Hand auszubauen. Der Einsatz nach der Runde ist nun bei der höheren Stufe angelangt, daher werden in einem $2/$4 Spiel alle Erhöhungen in $4-Schritten durchgeführt.

Die River Card
Jetzt wird es Zeit für die fünfte und letzte Gemeinschaftskarte: Die River Karte. Nun, da alle Karten gedealt worden sind, kann jeder verbleibende Spieler sehen welche seine beste Fünf-Karten Hand ist. Die letzte Setzrunde beginnt nun, und wieder werden die höherstufigen Wetteinsätze benutzt.

Der Showdown
Nun wird sich herausstellen, wer der Glückliche Gewinner ist und den Pot mit nach Hause nimmt: Es ist Zeit für den Showdown. Jeder Spieler der noch verblieben ist zeigt sein Kartenblatt, angefangen mit der letzten Person die den Einsatz hatte, und so weiter. Der Gewinner wird durch diese Handbewertungen ermittelt. Sollte ein Spieler dadurch gewinnen das jeder andere Teilnehmer ausgestiegen ist, dann gibt es keinen Showdown und der Gewinner kann sich aussuchen ob er sein Kartenblatt zeigt oder nicht. Die meisten Spieler verzichten darauf, weil es ganz lustig sein kann seine Mitspieler im Dunkeln zu lassen.

Eine letzte Bemerkung
Sollte das alles etwas kompliziert aussehen und den Schein haben Ewigkeiten zu dauern, dann können wir Sie beruhigen. Es ist wirklich sehr einfach, und trotz mehrerer Aktionen bei jeder Setzrunde spielen sich diese sehr schnell. Und seien Sie unbesorgt – da Sie ja umsonst spielen, können Sie nach Herzenslust wetten, mitgehen, Einsätze erhöhen und Bluffen; es wird Sie keinen Cent kosten!

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